JAPANISCHES AKOYA
Wertfaktoren
Der Wert von Perlenschmuck kann aufgrund verschiedener Faktoren variieren. Zu diesen Faktoren gehören Glanz, Größe, Rundheit, Oberflächenbeschaffenheit, Farbe und Perlmuttdicke. Bei fertigen Perlenschmuckstücken ist die Übereinstimmung ebenfalls sehr wichtig.
Akoya-Glanz

Der wichtigste Faktor bei der Bewertung von Akoya-Perlen ist der Glanz. Glanz oder Schimmer beschreibt, wie gut eine Perle reflektiert. Ein gutes Beispiel ist ein Spiegel. Ein hervorragender Glanz zeichnet sich durch einen spiegelähnlichen Glanz und eine sehr scharfe Bildreflexion aus. Man kann seine eigenen Gesichtszüge erkennen. Eine kleinere Perle mit besserem Glanz wirkt größer. Außerdem wirkt eine glänzendere Perle runder und Schönheitsfehler sind weniger auffällig.
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Akoya-Körper

Ein weiterer Faktor für den Wert einer Perle ist die Sauberkeit ihres Körpers bzw. ihrer Oberfläche. Je sauberer die Oberfläche, desto wertvoller ist die Perle.
Perlen sind natürliche, organische Edelsteine, daher sind leichte Oberflächenfehler durchaus akzeptabel.
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Akoya-Größe

Auch die Größe einer Perle beeinflusst ihren Wert. Eine größere Perle mit ähnlichen Wertfaktoren ist wertvoller als eine kleinere. Es gibt jedoch einen Größenbereich, in dem die Werte exponentiell ansteigen. Akoya-Perlen sind durchschnittlich zwischen 6 und 7 mm groß. Daher sind Perlen dieser Größe oder kleiner leichter erhältlich. Steigt der Größenbereich auf 7 bis 8 mm und anschließend auf 8 bis 9 mm und über 9 mm, steigt der Wert deutlich.
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Akoya-Form

Akoya-Zuchtperlen bestehen aus runden Perlen. Diese runden Perlen bilden die Grundlage für eine runde Perle. Je runder die Perle, desto wertvoller ist sie. Auch symmetrische Formen wie Tropfen können hohe Werte erzielen.
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Akoya-Perlmutt

Da gezüchtete Akoya-Perlen kerngebildet sind, sind Dicke und Qualität des Perlmutts entscheidend. Kälteres Wasser und längere Zuchtzeiten ermöglichen eine dickere, dichtere Perlmuttbildung und damit glänzenderes Perlmutt. Die Umweltbedingungen in Japan begünstigen diese Art von Perlmutt. Chinesische Gewässer ermöglichen ein beschleunigtes Wachstum, allerdings auf Kosten der Perlmuttqualität.
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Akoya-Zuordnung:
Die Perlen in einem Akoya-Schmuckstück sollten in Farbe und Größe gut aufeinander abgestimmt sein. Es sollten keine offensichtlichen Unterschiede oder Anomalien vorhanden sein. Bei einem Set sollten die Perlen sowohl innerhalb jedes Stücks als auch im gesamten Set harmonieren. Beispielsweise sollten Ohrringe zu Halskette und Armband passen.
Akoya-Herkunft und -Zertifizierung:
Fast ein Jahrhundert Erfahrung in der Zucht und Verarbeitung machen die japanische Akoya-Zucht zum geschätzteren Standard. Darüber hinaus wird die japanische Perlenindustrie vom JPEA reguliert. Auch die chinesische Akoya-Perle hat ihre Vorteile. Das beschleunigte Wachstum und die Verarbeitung ermöglichen eine günstigere Perle. Diese beiden Ursprünge bieten dem Schmuckmarkt Akoya-Optionen und damit den Verbrauchern eine größere Auswahl.


Die sorgfältige Verarbeitung von Akoya-
Perlen kann zwischen zwei Wochen und sechs Monaten dauern. Akoya-Perlen werden schonend verarbeitet, um ihre natürliche Schönheit hervorzuheben. Die Verarbeitung darf die Perle nicht beschädigen. Die Japaner verfügen über fast ein Jahrhundert Erfahrung in der Verarbeitung, was zu vielen patentierten und geheimen Techniken geführt hat. Die Chinesen sind erst seit Ende der 1980er Jahre mit der Akoya-Zucht beschäftigt. Die Zucht-, Verarbeitungs- und Umweltfaktoren ermöglichen ein schnelleres Wachstum und eine schnellere Verarbeitung. Auch schwarze und dunklere Akoya-Perlen werden zu dieser Zeit verarbeitet.